Bochums erfolgsreichster Radsportverein

Einführung

Wenn man über 100 Jahre Vereinsgeschichte des RV Sturmvogel 04 berichten will, muss man sich von vornherein über den Umfang der Niederschrift im Klaren sein.

Ein kleiner Rundblick - was in Bochum um 1904 geschah - sei erlaubt: 1904 - als der RV Sturmvogel gegründet wurde, gab es einiges über Bochum zu berichten, z.B. das Maiabendfest fällt aus - wegen einer Pockenepidemie. Sportlich wurde Dr. Weinstein bei den Olympischen Spielen in St. Louis Dritter im Hochsprung.

Der Raum dieser Jubiläumszeitschrift reicht nicht aus, um über alle Erfolge zu berichten. Es soll nur geschildert werden, welche intensive Arbeit die Sportler und Förderer des Sports um den Verein Sturmvogel 04 seit Gründung im Juni 1904 für die Stadt Bochum und Deutschland geleistet haben.

Es war um die Jahrhundertwende, zu der Zeit, als der Radsport in Deutschland bereits seinen Einzug gehalten hatte. Das Niederrad verdrängte das Hochrad und schaffte sich auch in Bochum eine begeisterte Anhänger-schaft. RV Westfalia 1895 war der erste Radsportverein in Bochum, dann wurde Pfeil Hordel 02 gegründet und 1904 war es dann der RV Sturmvogel 04. Die damaligen Geschäftsleute, die Sturmvogel 04 gründeten, bauten sehr schnell in Hamme an der Dorstener Straße eine Radrennbahn. Die Lokal-matadore Josef Klöpper, Georg Disselmeyer, Alex Würzburger, Karl Straßburger, Moritz Lindau, Gebrüder Szonina, Wilhelm Jordan, Karl Mühlensiepen und andere maßen sich hier mit vielen auswärtigen Fahrern. Sogar die deutsche Spitzenklasse (Walter Rütt) und andere waren oft in Bochum. Als die Veranstalter dazu übergingen Volksbelustigungen aller Art durchzuführen, ging die Rennbahn ein. 

Vereinsgeschichte

Am 1. Juni 1904 wurde der RV Sturmvogel 04 durch die damaligen Geschäftsleute August und Moritz Nolzen, Heinrich Henkel, Moritz Lindau, Jacob Königs, Walter Rippelmeyer, Hermann Flierdl, Karl Mühlensiepen, Heinrich Sons, Fritz Pinkel, Wilhelm Godehardt und Josef Klöpper gründet.

1910: Auf der alten Radrennbahn. von links: Jordan, Lindau, Sons, Löns Wulf, Flierdl, Henkel, Disselmeyer, Straßburger

1. Vorsitzender wurde Moritz Lindau für 6 Jahre. Das Vereinslokal war die Gaststätte Moritz Nolzen in der Beckstraße. Walter Knoke war dann 1. Vor-sitzender bis 1912. Das große Ziel war, die Kameradschaft und den Mannschaftsgeist zu fördern. Auch auf die charakterliche Bildung, auf anständiges Äußeres und innere Haltung der Jugend wurde wie es wörtlich hieß, großer Wert gelegt. Schon in den Jahren 1905 und 1909 wurde der RV Sturmvogel Gaumeister mit den Fahrern v.l.: Sons, Löns, Wulff, Flierdl, Henke und Disselmeyer.

Schnell ging es aufwärts mit dem RV Sturmvogel 04 und schon 1909 wurde durch Josef Klöpper  „Bochum - Münster - Bochum „ ins Leben gerufen. Erster Sieger war Metels, Mönchengladbach. Auch beim Bau der Bochumer Radrennbahn an der Hattinger Straße war Josef Klöpper maßgeblich beteiligt.

Ab 1911 übernahm Gerhard Paefgen nach der aktiven Zeit den Vorsitz, über die Kriegszeit 1914 - 1918 hinaus bis 1932. 1914 wurden alle Mitglieder einberufen und viele sollten ihre Heimat nicht wiedersehen.

Erstaustragung 1909: Bochum - Münster - Bochum
1909: Stehherrennen in Bochum-Hamme

Stellvertretend seien hier die Kameraden Hans Hartmann, Heinrich Brucker und Heinrich Ringelmann zu erwähnen.

Nach Beendigung des 1. Weltkrieges waren es dann wieder die Aktiven, die dem RV Sturmvogel 04 Erfolg verschafften.

Zu den Fahrern Willi Brunswick, Paul Renoldi und Hermann Flierdl kamen neue hinzu, wie Gotthard Heiligenschmidt, Bernhard Fortkamp, Otto Ringe, Franz Reinhard, Walter Hoßfeld und Heinz Hegemann. Mit den Vorgenannten errang der RV Sturmvogel 04 1919 die Meisterschaft im 100 km Mannschaftsfahren.

1919: von links Heinz Gebhard, Walter Hoßfeld, Emil Reckert, Erich Knie, Kessenbrock, Fritzhellwig

1925 waren es dann Hellwig, Knie, Reinhard, Heiligenschmidt, Reckert und Hegemann, die den Sieg im 100 km Mannschaftsfahren mit nach Hause brachten.

1919: Sieger in der 100 km Gaumeisterschaft
von rechts: Heinz Hegeann, Franz Reinhard, Erich Knie, Gotthard Heiligenschmidt, Fritz Hellwig, Emil Reckert

Im gleichen Jahr siegte Robert Seidel bei „Rund um Köln“ und Artur Büdenbender wurde zum 9 x nacheinander Bergmeister des Ruhrgaues.

1926: Gauwanderfahrt nach Haltern

1934 siegte Hans Guszek bei „Bochum - Münster - Bochum“ und wurde Profi.
Auf der Bahn hatte der RV Sturmvogel natürlich auch ganz große Fahrer vorzuweisen, wie Willi Bremer, Heinz Hasselberg und Walter Lohmann. Willi Bremer spezialisierte sich auf 2er Mannschaftsrennen und hatte unzählige Siegerehrungen, mit den Partnern Oszmella, dem damaligen Amateurweltmeister Mazaraic (Holland) und Falk Hansen (Dänemark).

Die meisten seiner Siege im In- und Ausland fuhr er aber mit dem Partner Senge (Dortmund).

Das Geburtshaus von Heinz Hasselberg: Die Gaststätte "Zum Grunewald"

Heinz Hasselberg, ebenfalls aus dem Sturmvogel 04 hervorgegangen, war der geborene Sprinter, ein durchtrainierter junger Mann und sehr schnell. Er besiegte den Weltmeister Toni Merkens und kam dadurch in die Nationalmannschaft und wurde auch zu den Olympischen Spielen nominiert.

1936 wurde Heinz Hasselberg bei den Olympischen Spielen in Berlin 4. im 1000 m Zeitfahren.

1937: Heinz Hasselberg siegt gegen Toni Merkens1946 beim Steherrennen: Heinz Hasselberg Arthur Büdenbender

1937 und 1938 wurde er Deutscher Meister im 1000 m Zeitfahren und Deutscher Meister im Tandemfahren mit dem Partner Schorn Köln. Insgesamt wurde Heinz Hasselberg 7 mal Deutscher Meister. Er hat alle Radsportgrößen in dieser Zeit hinter sich gelassen. Auch Steherrennen hat er gefahren, hatte hier aber einen schweren Sturz.

Die Erfolge im Einzelnen von Heinz Hasselberg hier aufzuführen, würde mehrere Seite füllen.

Die größten Rennfahrer, die aus dem Sturmvogel 04 hervorgingen, waren unstreitig Walter Lohmann und Heinz Hasselberg, denen ein besonderer Artikel in der Geschichte gewidmet wird.

1937: Deutscher Meister im Tandem:Heinz Hasselberg und Schorn

Nun zur weiteren Geschichte

1941: Auswahllehrgang zur Deutschen Jugendmeisterschaft Radrennbahn Bochum; Leiter Weltmeister Walter Rütt (Berlin) Veranstalter Mathias Päuler.
Untere Reihe 3. von links: Günter Graf, ganz rechts: Günter Pankoke, daneben Werner Holthöfer

Nach Gerhard Paefgen kam Willi Brunswick für ein Jahr in dieses Amt, welches er aus beruflichen Gründen aber abgeben musste. Von 1934 bis 1942 führte Josef Wulf den Verein.

Sportlich war das die Blütezeit von Heinz Hasselberg und Walter Lohmann. Heinz Hasselberg wurde mehrmals Deutscher Meister und 1936 Vierter bei den Olympischen Spielen in Berlin.

Walter Lohmann wurde in Kopenhagen Weltmeister der Steher hinter schweren Motoren.

Trotz des 2. Weltkrieges wurde die sportliche Tätigkeit weitergeführt. 1942 übernahm der Gymnasiallehrer Willi Köhler den Vorsitz. Die Vereinstätigkeit lebte noch mal kurz auf aber dann wurden alle größtenteils einberufen.
Aus Gründen der Nichtzugehörigkeit zur Partei musste Willi Köhler plötzlich die Heimat verlassen.

In der Bombennacht 4. November 1944 wurde Bochum ganz zerstört. Auch das Vereinsheim bei Scheubly ging in Flammen auf, so dass alle Urkunden, Preise, Plaketten und das Vereinsbanner verbrannten.

Nach dem Krieg 1945 waren wiederum nicht alle Mitglieder zurückgekommen, so die Sportler Willi Wienstroer, Albert Hunold, Hans Kinold, Hermann Müller, Josef Schröder, Josef Flierdl, Georg Lubbert, Karl Kappe, Karl Heldman, Georg Disselmeyer und Paul Pasternak.

Der Sport aber erhob sich wie Phönix aus der Asche. Zu Walter Lohmann und Heinz Hasselberg, die schon wieder aktiv waren kamen die Jüngeren hinzu. Schon Ende 1945 lief der Sportbetrieb im Sturmvogel 04 wieder.
Aber es gab große Materialsorgen.

Landesmeister 1949: von links: Köhler, Berger, Jünemann, Becker, Büdenbender, Emmerich, Mikat, Brundwick

Einige Ältere, wie Franz Reinhardt und Walter Saß riefen die Mitglieder zusammen. Walter Saß übernahm den Vorsitz. 1948 trat Walter Saß als 1. Vorsitzender zurück und übergab den Posten an Heinrich Bußmann. Doch der machte dies nur ein Jahr und dann übernahm Willi Köhler wieder den Vorsitz. 1950 blühte der Radsport wieder auf. Die Erfolge kamen durch die Amateure Otto Jünemann, Karl Heinz Emmerich, Werner Mikat, Kurt Muck, Helmut Berger, Ludger Flierdl, Hans Meiser, Karl Schleier, Fritz Becker, Gerd Drüppel, Willibald Brunswick sowie die Jugendfahrer Heinz Janatzek, Fritz Reckert, Siegfried Jop, Gebrüger Surhoff, Heinrich Milewski und erstmals Gerhard Köster.

1953: Sieger im Mannschatfsrennen über 100 km

Karl Schleier gewann viele Fliegerrennen und Zeitfahren. Er wurde Dritter bei den Deutschen Fliegermeisterschaften 1950.

Hans Meiser (Foto links) wurde Gaumeister im 4000 m Verfolgungsfahren und 4. bei den Deutschen Meisterschaften mit der schnellsten Zeit.

1950 wurde durch Rudi Schäfer der Radwandersport im Sturmvogel 04 wieder lebendig. Viele Wanderfahrten wurden unternommen und jedes Jahr wurden unsere Wanderfahrer ausgezeichnet.

Am 13. Mai 1951 wurde die Mannschaft Jünemann, Emmerich, Mikat, Meiser, Becker und Muck 2. bei der Landesmeisterschaft im 100 km Mannschaftsfahren in Köln und im gleichen Jahr wurde die Mannschaft 4. bei der Deutschen Meisterschaft in Augsburg. Man sieht, der Mannschaftssport wurde im Sturmvogel 04 immer gepflegt. Beim Silber Pokal der Ruhr war der Mannschaft der Sieg nicht zu nehmen.  Am 22. Juni 1952 wurde die gleiche Mannschaft in Dortmund-Eving Landesmeister über 100 km. Bei der Deutschen Meisterschaft in Speyer reichte es nur zum 6. Platz.  Otto Jünemann stellte als dritter Sturmvogelfahrer nach H. Guzek und Walter Lohmann den Sieger bei „Bochum - Münster - Bochum“. Das Jahr 1952 war ein erfolgreiches Jahr: 61 Siege und über 55 Platzierungen unter den ersten 10 konnte der RV Sturmvogel 04 erringen.

Landesmeister 1950; von links: Fritz Becker, K.H. Emmerich, Heinz Mikat, Kurt Muck. Helmut Berger, Otto Jünnemann
1952 wurde Walter Lohmann Deutscher Meister der Steher hinter dem Motor.
1953 legte Willi Köhler aus Altersgründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Erich Knie übernahm den Vorsitz. Er hatte bewährte Helfer an seiner Seite: Franz Reinhard, Fritz Hellwig, Ehrenvorsitzender Willi Köhler, Walter Hoßfeld, Rudi Schäfer, Willibald Brunswick leiteten die Geschicke des Vereins.
1953 Jeder Verein hat Höhen und Tiefen. Auch der Sturmvogel 04 litt darunter. Erich Knie hatte aber ein Jugendpotential, welches er führte und daraus auch wieder Mannschaften formte, u.a. wurde die Jugendmannschaft Janatzek, Milewski, Schneider und Köster in Viersen Vize-Landesmeister.
1953 Walter Lohmann wird Deutscher Meister der Steher hinter dem Motor. Als Erich Knie 1953 Vorsitzender wurde, nannte man die nachfolgende Zeit „Circus Knie“.
1953 konnten sich bei der Stadtmeisterschaft bei den Amateuren Karlheinz Emmerich, bei den Junioren Fritz Reckert und bei der Jugend Gerd Köster in die Siegerlisten eintragen. Zu der Zeit waren bei den Stadtmeisterschaften 30 Fahrer am Start.
1954 Beim 50jährigen Vereinsjubiläum gab das Geleitwort Oberbürgermeister Heinemann und Erich Knie konnte ihm schon von vielen Jugend-Einzelsiegen und -platzierungen unter den ersten 10 erzählen.
1955 Klaus Vormbaum gewann schon in der Jugend viele Radrennen, ob in Lütgendortmund oder die Bezirksmeisterschaft. Er wurde 3. bei den Deutschen Meisterschaften in Aschaffenburg. Bei den Amateuren konnte er sich in die Siegerliste der Radrennen  Castrop-Rauxel , Rund um Beckum, Bielefeld und Conti Preis in Hannover eintragen. Viele Plätze unter den ersten Drei hat er erreicht. Er wurde bei der 4 Etappenfahrt in Berlin 4. Natürlich gehörte er auch der Mannschaft an die deutscher Vizemeister wurde.
1955 beginnt Erich Knie eine Jugendmannschaft neu aufzubauen. Diese konnte sich auch sofort einige Siege der damals ausgetragenen Stafettenrennen sichern.
1956 Walter Lohmann mit 46 Jahren Weltrekord auf der Wuppertaler Bahn. Für 100 km benötigte er 1.03.40 und in einer Stunde fuhr er 96,016 m. Nachzulesen im Guinnessbuch.
1956  Knie fügte aus den Fahrern Gerhard Köster, Wolfram Hinnenberg, Hans Jahnke, Jürgen Schneider, Willi Orlowski, Heinz Milewski, Gerd Kapitzki, Gerd Hahn, Georg Hahn zwei Erfolgsmannschaften, die Bezirks- und Landesmeister wurden. Die Fahrer Köster, Hinnenberg, Jahnke, Schneider, Milewski und Hahn fuhren die damalige DDR-Rundfahrt, wobei Hinnenberg einen Etappensieg erringen konnte. Dazu kamen dann Franz Basalla, Fritz Koch, Klaus Vormbaum, Bernd Richter und Jürgen Schmolla, so dass der RV Sturmvogel 04 mit zwei Mannschaften an den Start ging. Von diesen Fahrern gehörten teilweise 8 Fahrer zum Nationalkader. Von vielen Radsportlern wurde der Verein auch „Circus Knie“ genannt.
1956 wird die Mannschaft mit den Fahrern Hinnenberg, Jahnke, Köster, Orlowski, Kapitzki, Milewski Bezirksmeister und anschließend Landesmeister.
1957 Landesmeister mit den Fahrern Hinnenberg, Köster, Hahn, Jahnke, Orlowski, Milewski.
1958 Landesmeister mit den Fahrern Hinnenberg, Köster, Koch, Richter, Vormbaum, Basalla.
1958 Deutscher Vizemeister mit den Fahrern Hinnenberg, Köster, Koch, Richter, Vormbaum, Milewski.
1958 Teilnehmer bei den Weltmeisterschaften (Hinnenberg) 17. Platz. Sieger Täve Schur.
1959 Fritz Koch Landesmeister Tunesienrundfahrt Hinnenberg im Nationaltrikot
1961 wurde Bernd Richter Sieger bei „Rund um Dortmund“ und Sieger in Luxemburg. Er war Teilnehmer bei der Tour de Lavenir 1961 und 1962. In beiden Jahren fuhr er auch die Österreichrundfahrt.
1962 Bernd Richter siegt in Herpersdorf.
1963 wurde Hinnenberg 3. bei den Deutschen Meisterschaften der Steher. Dies war auch sein erfolgreichstes Jahr mit 18 Siegen. Er war in diesem Jahr auch Weltmeisterschaftsteilnehmer in Belgien (Roncour) und ein Jahr später in Paris. Danach gab es eine Durststrecke für den Verein.
1963 gab Erich Knie den Vorsitz an Friedhelm Partmann. Dieser macht es nur ein Jahr.
1964 war es dann Wolfram Hinnenberg, der für ein Jahr den Vorsitz übernahm.
1970 wurde Gerhard Köster zum Vorsitzenden gewählt. Dieser übernahm wieder die Aufgabe den Mannschaftssport zu fördern. Gerd Köster hatte sich - wie 1904 - auf die Fahne geschrieben, Kameradschaft, Fröhlichkeit und Anständigkeit zu fördern. Er begann mit Jugendlichen, die zu einem ersten Schritt eingeladen wurden, die ersten Versuche eine neue Mannschaft zu formen.
1971 waren dann die ersten Jugendlichen wieder soweit die Leistung zu erbringen, die nötig ist um Radrennen zu fahren und zu gewinnen. In diesem Jahr machte der Wanderfachwart Fred Poland mit dem Verein eine Ferientour zum Harz nach Osterode.
1975 wurde Peter Hartmann in Syke - Bremen - Syke 2.
1975 Ralf Meiser Siegte bei Rund um Köln  bei den Junioren.
1975 Peter Hartmann Siegte in Kamp - Lintfort.
1975 Die Mannschaft Roland Baude, Ulf Kozelnik, Holger Menge und Peter Hartmann wurde 2. bei der Landesmeisterschaft.
1977 wurde das Vereinsheim an der Königsallee mit dem Durchsetzungsvermögen von Gerhard Köster gebaut.
1978 wurde die Jugendmannschaft 6. bei der Deutschen Meisterschaft mit den Fahrern Peter Hartman, Ulf Kozelnik, Roland Baude, und Gerd Uhlenbruch.
1978 Die Jugendlichen waren dann auch wieder soweit Siege nach Bochum zu bringen.
1979 fuhr Gerhard Köster mit einer Mannschaft nach Rußland in die damalige UdSSR (Rüdiger Marschhausen, Ralf Meiser, Norbert Lowin, Klaus Arnscheidt, Detlef Mais und Detlef Kurzweg waren die Teilnehmer).

Gerhard Köster hat im Verein vieles bewegt, er hat aber auch immer gute Mitstreiter gehabt und hier ist besonders Dieter Stahlschmidt zu nennen, der immer zur Stelle war, wenn es etwas zu tun gab. 

Über diese Zeit hat er jedes Jahr den Großen Schultheiss-Preis ausgerichtet.

Das erste Nachtkriterium in Bochum trägt seine Handschrift. Die Internationalen 3 Tage in Bochum waren jedes Jahr für die Bochumer Fans ein Genuß.

Viele Fahrer waren in seiner Zeit für den Sturmvogel erfolgreich.

1979  Fest zum 75-jährigen Bestehen
1980 fuhr Robert Emberger allein über 30 Siege führ den Sturmvogel 04.
1981  wurde Robert Emberger Bezirksmeister
1981

Michael Clemens wurde Stadtmeister vor Robert Emberger und Andreas Fischer.

1981 Bei den Amateuren siegte Mike Klanke in Ennepetal und ebenfalls siegte er auch im gleichen Jahr in Herford.
1981 Ebenfalls im gleichen Jahr sorgte Gerhard Köster dafür, daß der Sturmvogel 04 erstmals eine eigene Sportgruppe betreute.
1982  Detlef Stahlschmidt im Glück.
1983 ging Gerhard Köster dann mit dem Verein Kurve Dortmund-Brackel eine Verbindung zum Olympia Team ein
1984 war Mike Klanke Sieger einer Etappe bei der Hollandrundfahrt.
1984 wurde das Vest Team gegründet.
1985  siegte Detlef Jahnke in Wattenscheid.
1986 siegte Detlef Jahnke in Unna.
1987  konnte der Sturmvogel 04 bei der Landesmeisterschaft mit den Fahrern Baude, Kozelnik, Hartmann und Uhlenbruch Vizemeister werden.

Nachdem Gerhard Köster die Geschicke des Vereins 22 Jahre mit vielen Höhen und Tiefen geleitet hatte, konnte er auch einiges erzählen, z. B. gab es beim Großen Schultheiß-Preis 1986 bei den Junioren eine Kuriosität, denn weil der Wettfahrausschuss sich um eine Runde verzählt hatte, kamen alle Radsportler zu Fuß über den Zielstrich. Trotzdem wurde das Rennen gewertet, da der Kameramann den Zieleinlauf eine Runde vorher zufällig auf Film festhielt, oder als er mit der Sportgruppe an die Polnisch/ Russische Grenze kam haben die Russischen Zöllner alle Äpfel und Apfelsinen aufgeschnitten, um angeblich zu kontrollieren, daß kein Rauschgift geschmuggelt werde.

1988  übergab Gerhard Köster den Vorsitz an Jens Radde. Da Jens Radde aber nach Norddeutschland umzog, übernahm
1990  Detlef Stahlschmidt dann den Vorsitz, den er
1998  aber aus beruflichen Gründen wieder an den Ehrenvorsitzenden Gerhard Köster-Franke übergab.

Aktivitäten gab es keine in der Zeit von 1998 bis heute und nun zum 100-jährigen will es der Sturmvogel 04 allen zeigen, dass er noch existiert.

Alle Mitglieder waren ein wenig skeptisch, als Gerhard Köster-Franke sagte, dass das gefeiert werden muss.

Das Bundes-Radsport-Treffen in Verbindung mit dem Jahreskongress der Bundes-Ehren-Gilde und eine RTF-Sternfahrt ist ein würdiger Rahmen, so meinte er.

Wenn nun diese Festzeitschrift in aller Händen liegt ist das 100-Jährige schon Schnee von Gestern.

Also schauen wir, was uns die Zukunft bringt und vertrauen wir auf die Zukunft.

Allen, die heute mit uns feiern sage ich: Man muss der Zeit Zeit lassen.

 

Gerhard Köster-Franke

1.Vorsitzender

Die Vorsitzenden

1904 - 1910

Moritz Lindau

1911 - 1932

Gerhard Paefgen

1933 - 1934

Willi Brunswick

1935 - 1942

Josef Wulfs

1943 - 1948

Willi Köhler

1944 - 1948

Walter Saß

1949

Heinrich Bußmann

1950 - 1963

Erich Knie

1964

Friedhelm Hartmann

1965

Wolfram Hinnenberg

1966 - 1988

Gerhard Köster

1989 - 1991

Jens Radde

1992 - 1997

Detlef Stahlschmidt

1998 - 2004

Gerhard Köster-Franke